Wissen & Orientierung

Bessere Fragen führen zu besseren Investments.

Unser Wissensbereich erklärt die Kennzahlen, Unterlagen und Entscheidungen hinter einer Immobilienkapitalanlage – klar genug für den Einstieg, konkret genug für das nächste Gespräch.

GrundlagenRechenlogikObjektprüfung

Acht Themen, die Anleger wirklich verstehen sollten.

Kein Fachwort ersetzt eine gute Erklärung. Diese Themen bilden die Grundlage, um Angebote einzuordnen und die richtigen Rückfragen zu stellen.

Marktzugang · 8 Min.

Off-Market oder öffentlicher Markt?

Was sich beim Zugang, bei der Vergleichbarkeit und beim Wettbewerb unterscheidet – und warum „nicht öffentlich“ noch kein Qualitätsmerkmal ist.

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Grundlage · 7 Min.

Cashflow: Was monatlich wirklich übrig bleibt

Von Kaltmiete über Kreditrate bis zu nicht umlagefähigen Kosten – und warum eine positive Zahl allein noch kein gutes Investment beweist.

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Finanzierung · 8 Min.

Eigenkapital, Zins und Tilgung zusammendenken

Wie sich Eigenkapitaleinsatz und Tilgung auf Rate, Risiko, Liquidität und Vermögensaufbau auswirken.

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Rendite · 6 Min.

Brutto ist nicht netto

Warum Bruttomietrendite nur ein erster Filter ist und welche Kosten in einer realistischen Betrachtung fehlen.

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Objekt · 9 Min.

Welche Unterlagen vor dem Kauf zählen

Wirtschaftsplan, Protokolle, Teilungserklärung, Energieausweis und Rücklage richtig in die Entscheidung einordnen.

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Standort · 7 Min.

Mikrolage schlägt Stadtname

Wie Nachfrage, Erreichbarkeit, Arbeitgeber, Quartier und konkretes Wohnumfeld die Vermietbarkeit prägen.

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Risiko · 8 Min.

Warum jedes Investment ein Stress-Szenario braucht

Leerstand, Instandhaltung, höhere Anschlusszinsen und langsamere Mietentwicklung bewusst vorwegnehmen.

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Kauf · 9 Min.

Kaufpreis ist nicht Gesamtaufwand

Erwerbsnebenkosten, anfängliche Reserve und laufender Aufwand müssen zusammen in den Finanzierungsrahmen passen.

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Off-Market ist ein Vertriebsweg. Kein Qualitätssiegel.

Öffentlich angebotene Immobilien sind für viele Interessenten sichtbar. Off-Market-Angebote werden dagegen nur einem ausgewählten Kreis gezeigt. Beides kann sinnvoll sein – entscheidend bleiben Preis, Unterlagen, Substanz und die Rechnung.

PrüffeldÖffentlicher MarktOff-Market
ZugangPortale, Maklerseiten und öffentlich auffindbare Angebote.Gezielte Ansprache über Netzwerk, Vormerklisten oder Direktkontakte.
VergleichbarkeitMehr sichtbare Vergleichsangebote und längere Marktbeobachtung möglich.Weniger öffentlich sichtbare Vergleichsdaten; eigene Prüfung wird wichtiger.
WettbewerbJe nach Objekt können mehrere Interessenten gleichzeitig prüfen und bieten.Der Interessentenkreis ist begrenzter – das bedeutet aber nicht automatisch einen niedrigeren Preis.
TempoVermarktungsprozess und Fristen sind häufig klar erkennbar.Kann früher oder diskreter starten, verlangt aber oft schnelle Prüfbereitschaft.
QualitätHängt vom konkreten Objekt und den belegbaren Daten ab.Hängt ebenfalls vom konkreten Objekt und den belegbaren Daten ab.
Kapitalwert-Grundsatz

Wir bevorzugen keinen Vertriebsweg pauschal. Ein Objekt kommt nur weiter, wenn es im Vergleich nachvollziehbar ist und die gleichen Prüfkriterien erfüllt.

Unterlagen sind kein Anhang. Sie sind das Objekt in Schriftform.

Ein Exposé beschreibt die Idee des Investments. Die entscheidenden Unterlagen zeigen dagegen Rechte, Pflichten, Kosten, Beschlüsse und den tatsächlichen Mietstatus. Welche Dokumente erforderlich sind, hängt vom Objekt ab.

01 / Eigentum

Rechtliche Grundlage

Grundbuchauszug, Teilungserklärung, Aufteilungsplan und relevante Vereinbarungen zeigen, was tatsächlich erworben wird und welche Regeln gelten.

Prüffrage: Stimmen Nutzung, Einheit und Sonderrechte mit dem Angebot überein?
02 / Gemeinschaft

WEG und Gebäude

Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Rücklagenstand und Versammlungsprotokolle machen laufende Kosten und mögliche Maßnahmen sichtbar.

Prüffrage: Welche bekannten Themen können zu zusätzlichem Kapitalbedarf führen?
03 / Vermietung

Miete und Übergabe

Mietvertrag, aktuelle Miethöhe, Kaution, Zahlungsstand und Betriebskostenabrechnung gehören zur wirtschaftlichen Ausgangslage.

Prüffrage: Ist die angesetzte Miete heute belegt oder nur künftig erhofft?
04 / Substanz

Zustand und Energie

Energieausweis, Baubeschreibung, bekannte Schäden und Modernisierungen helfen, den sichtbaren Zustand mit der technischen Historie abzugleichen.

Prüffrage: Welche Instandhaltung ist bereits absehbar?

Der Kaufpreis ist nur die erste Zeile.

Zum Gesamtaufwand gehören auch Erwerbsnebenkosten, eine verantwortbare Anfangsreserve und die laufenden Eigentümerkosten. Wer nur den Kaufpreis finanziert, plant häufig zu knapp.

01Kaufpreis

Preis der Immobilie und gegebenenfalls mitverkaufte Bestandteile sauber trennen.

02Erwerbsnebenkosten

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und – falls vereinbart – Maklervergütung berücksichtigen.

03Anfangsreserve

Liquidität für Übergabe, mögliche Arbeiten, Leerstand oder nicht eingeplante Ausgaben erhalten.

04Laufender Aufwand

Nicht umlagefähige Kosten, Verwaltung, Instandhaltung und mögliche Sonderbelastungen einordnen.

Die konkrete Höhe hängt unter anderem von Bundesland, Objekt, Vertragsgestaltung und Finanzierung ab. Deshalb arbeiten wir mit objektspezifischen Werten statt einer pauschalen Prozentzahl.

Cashflow: die monatliche Belastbarkeit.

Vereinfacht beschreibt der Cashflow die Mieteinnahmen abzüglich Finanzierung und laufender nicht umlagefähiger Kosten. In einer vollständigen Prüfung gehören zusätzlich Rücklagen, Leerstand, Verwaltung, Steuern und individuelle Effekte in die Betrachtung.

+

Einnahmen

Monatliche Kaltmiete und weitere nachhaltig erzielbare Einnahmen – nicht die optimistische Wunschmiete.

−

Finanzierung

Zins und Tilgung bestimmen die laufende Kreditrate. Tilgung baut Vermögen auf, bindet aber monatliche Liquidität.

−

Laufende Kosten

Nicht umlagefähiges Hausgeld, Verwaltung, Rücklagen, mögliche Leerstände und objektspezifische Zusatzkosten.

Finanzierung ist nicht nur der Zins. Sie ist Teil der Strategie.

Mehr Eigenkapital kann die Rate senken, reduziert aber verfügbare Liquidität. Höhere Tilgung beschleunigt den Schuldenabbau, belastet jedoch den monatlichen Cashflow. Die passende Struktur ist individuell.

01

Liquidität erhalten

Neben Kaufnebenkosten sollte ein verantwortbarer Puffer für Unvorhergesehenes bestehen bleiben.

02

Rate stressen

Die Finanzierung sollte auch bei zusätzlicher Belastung oder verändertem Einkommen tragbar bleiben.

03

Anschluss mitdenken

Zinsbindung, Restschuld und mögliches Zinsniveau am Ende der Bindung gehören in die Langfristbetrachtung.

Eine Kennzahl ist ein Filter. Keine Entscheidung.

Die Bruttomietrendite setzt Jahreskaltmiete und Kaufpreis ins Verhältnis. Sie eignet sich für eine erste Orientierung, ignoriert aber Nebenkosten, Finanzierung, Instandhaltung, Leerstand und steuerliche Besonderheiten.

A

Bruttomietrendite

Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis. Schnell vergleichbar, aber bewusst unvollständig.

B

Nettobetrachtung

Bezieht laufende nicht umlagefähige Kosten ein und nähert sich dem operativen Ergebnis.

C

Eigenkapitalrendite

Betrachtet das Ergebnis im Verhältnis zum eingesetzten Kapital und reagiert stark auf die Finanzierung.

Vor einer Zusage sollten acht Fragen beantwortet sein.

Eine gute Entscheidung entsteht nicht aus einer einzigen Kennzahl. Diese Fragen verbinden Markt, Objekt, Finanzierung und den späteren Betrieb.

  1. 01

    Warum passt das Objekt zu meiner Strategie?

    Ziel, Haltedauer, Eigenkapital und gewünschter monatlicher Rahmen müssen vor dem Angebot definiert sein.

  2. 02

    Wie wurde der Kaufpreis eingeordnet?

    Vergleichsangebote, Zustand, Mikrolage und Mietstatus gehören in die Preisbetrachtung.

  3. 03

    Welche Miete ist tatsächlich belegt?

    Ist-Miete, Mietvertrag und realistische Neuvermietbarkeit müssen klar getrennt sein.

  4. 04

    Welche Kosten trage ich selbst?

    Nicht jede Position des Hausgelds kann auf Mieter umgelegt werden; Rücklagen und Verwaltung bleiben relevant.

  5. 05

    Was passiert im konservativen Szenario?

    Leerstand, zusätzliche Instandhaltung und veränderte Finanzierung dürfen die Entscheidung nicht unerwartet kippen.

  6. 06

    Welche Unterlagen oder Antworten fehlen noch?

    Offene Punkte werden vor dem Notartermin benannt und nicht durch Annahmen ersetzt.

  7. 07

    Wer übernimmt die Umsetzung?

    Finanzierung, Übergabe, Vermietung und Verwaltung brauchen klare Zuständigkeiten.

  8. 08

    Unter welchen Bedingungen würde ich nicht kaufen?

    Vorab definierte Abbruchkriterien schützen besser als Begeisterung im Verkaufsgespräch.

Vom Wissen zur Entscheidung

Ihre Fragen. Ihre Zahlen. Ein klares Szenario.

Im persönlichen Gespräch ordnen wir die Grundlagen in Ihre konkrete Situation ein.

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